REISEN

Unterwegs mit Zeichenstift und Rucksack (Fotos Krzysztof Plaza) / Auswahl der letzten Jahre

 

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2009
Krzysztof und ich sind Gast bei einer pamirischen Familie nahe des Wakhan Korridors,
zwischen Tadschikistan und Afghanistan. Die Gegend ist rau. Ihr kleines Haus mit nahegelegenem Ziegenstall steht völlig einsam inmitten einer Art Geröllwüste.  Auf dem Eisenofen kochen sie das Wasser für den Tee. Sie freuen sich über unseren Besuch und dass ich sie zeichnen werde.

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2009
Eines meiner landschaftlichen Lieblingsmotive: Die Gegend am Fuße des  Pjandsch – Flusses. Er ist die natürliche Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan.

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2009
In Bulunkul, Tadschikistan, fühle mich wie auf einem anderen Planeten. Ein kleines Mädchen
begrüßt mich verschüchtert. Ich fühle mich in ihrer Gegenwart wie eine Außerirdische.
Im Dorf höre ich viele Geschichten, die ich notiere.

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2009
Die mystische Stille  des abgelegenen pamirischen Dorfes  Bulunkul in der autonomen Provinz Gorno-Badakhshan, hat mich tief beeindruckt. Die Lehmwohnhäuser wirken wie verlassene Ruinen. Von außen unvorstellbar, dass es da drinnen gemütlich ist. Das Mobiliar der Zimmer besteht vor allem aus bunten Sitzkissen und großen farbenprächtigen Teppichen auf Boden und Wänden.  Sicher auch als Schutz vor Kälte. Bulunkul zählt zu den Kältepolen des Pamir. So sind die Kinderwangen meistens rau und rot gefärbt. Das versuche ich in einigen Bildern einzufangen, wie später in den Gesichtern tibetischer Kinder.

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2009
Rast bei Tee in einer Jurte. Krzysztof und ich sind auf dem Weg nach Kirgistan.

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2009
Obwohl es in Alichur, Tadschikistan fast nichts zu sehen gibt, versuche  ich mit wenigen
Strichen die seltsame Ödnis einzufangen. Das Fremde fasziniert mich.

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2009
In der Weite und den Farben der Salzwüste Tadschikistans  entdecke ich unglaubliche Motive

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2009
Am Grenzpass zu Kirgistan.

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2009
Wir leben in einer Jurte, wie in Tuwa. Eine meiner Lieblingsbehausungen.

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2009
Zu Gast bei einer muslimischen Mehrgenerationen – Großfamilie in Kirgistan.
Frauen bleiben unter sich.

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2011
Ein zugelaufener Hund leistet mir beim Malen Gesellschaft.  Oder Beschützerinstinkt für das Weibliche ?
Hier oben in der Kaukasusregion  Georgiens entstehen bei überwältigender Aussicht auf die Gebirgskette, den Eisgipfel (Kazbek) und das Gergetiers Dreifaltigkeitskloster eine Reihe farbiger Arbeiten.

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2011
Auf dem Karakorum Highway im Westen Chinas in Richtung Pakistan zeichne ich vom Bus aus die seltsam anmutenden Berge, die wie riesige mit Puderzucker bestreute Sandberge aussehen. Die Skizzen gehen mir leicht von der Hand, aber die farbigen Bilder sehen schrecklich aus.

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2011
Hier in Kashgar in der Autonomen Republik Xinjiang leben viele Uiguren, eine ethnische Minderheit, die mehr und mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Viele von
Ihnen sind Meister der Metallschmiedekunst. Ihre Gesichter mit langen Bärten unter den hohen dunklen Pelzkappen nehmen einen großen Teil meiner ‚Kopfserie – Neapelgelb auf Schwarz‘ ein.

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2011
Sogar den Farben und Formen der Taklamakanwüste in China ringe ich ein paar Bilder ab.

 

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2011
In Ost-Tibet schaffe ich eine große Serie ‚neapelgelber Köpfe‘ auf schwarzem Papier.
Ich male Mönche, schwerarbeitende Frauen und Kinder. Meine Erfahrungen schreibe ich in Geschichten nieder. Mein romantisch verklärtes Bild von Tibet musste ich nach meiner Reise ganz schön gerade rücken.

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2011
Vor einem Tempel in China.
So groß das Land ist, so kontrastreich ist es auch. Tausende Kilometer pendeln wir zwischen
farbenprächtigen und öden Gegenden.

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2012
Wieder in Georgien. Die Landschaft ist so faszinierend schön, dass ich sie unentwegt zeichnen könnte

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2012
Bin mir nicht ganz sicher, welchen Rang dieser georgische Kirchenmensch besitzt. Aber ihm saß der Schalk so im Nacken, dass er mich an diesem schwermütigen Ort völlig in seinen Bann zog. Von ihm habe ich mindesten 5 Bilder gemalt.

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2014
Hier sitze ich, wie Jahre zuvor,  in der Chihuahua-Wüste in Texas und schaffe eine riesige Wüstenserie für meine Ausstellung „Inspiration Desert“ in Marfa, Texas. Mit einem Stöckchen schlage ich in  bestimmten Abständen auf den Boden, um mögliche Schlangen zu vertreiben. Ohne zu wissen, ob es da wirklich welche gibt. Sicher ist sicher.
Regengüsse von Ausläufern mehrerer Hurrikans überschütteten die Wüste. Noch nie sah ich sie so grün.